Es war höchste Zeit: auf meinem Handy und dem Mac haben sich zu viele Fotos angesammelt und ich hatte den Überblick verloren. Darum habe ich beschlossen, meine Fotomediathek aufzuräumen.
Vor zwei Wochen habe ich mit dem Projekt begonnen und mich Schritt für Schritt durch die Mediathek gearbeitet. Ich gebe zu, es war eine „Riesenbüez“, die sich aber sehr gelohnt hat. Ich konnte meine Mediathek fast um die Hälfte reduzieren!
Meine Erkenntnis – es fühlt sich grossartig an!
Ich bin sehr froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe und mich grosszügig von vielen Bildern getrennt habe.
Heute finde ich meine Fotos schneller und weiss, was ich wo gespeichert habe. Zudem gibt das Aufräumen ein gutes Gefühl und wirkt befreiend.
Vielleicht geht es dir wie mir und du schiebst das Projekt vor dich hin. Gerne gebe ich dir einen Einblick, wie ich vorgegangen bin, vielleicht ist das ein guter Moment für dich, ebenfalls Ordnung in deine Fotosammlung zu bringen. Denn auch digital tut es gut, Struktur zu schaffen.
Fotomediathek aufräumen
Ich arbeite mit Mac und iPhone und speichere meine Fotos in der Fotos-App bzw. in der iCloud. So habe ich jederzeit auf allen Geräten Zugriff auf meine Bilder.
Das Aufräumen habe ich am Mac vorgenommen. Auf dem grossen Bildschirm lassen sich auch kleine Unterschiede zwischen den Fotos viel besser erkennen.
Als erstes: Duplikate löschen
Als Erstes habe ich alle Duplikate gelöscht. Diese werden in der Fotos-App unter „Sonstiges“ angezeigt – allerdings nur, wenn tatsächlich Duplikate vorhanden sind. Sind alle gelöscht, verschwindet der Eintrag automatisch wieder.
Anschliessend habe ich mit dem eigentlichen Aussortieren begonnen.
Zu diesem Zeitpunkt befanden sich 32’231 Fotos und 357 Videos auf meinem Mac bzw. in meiner Fotomediathek. Was für eine Zahl!
Nun gab es kein Zurück mehr.
Alben anlegen
Auf dem Mac lassen sich Alben anlegen, was ich sehr praktisch finde. So finde ich bestimmte Fotos später viel schneller wieder.
Folgende Alben habe ich für mich erstellt:
- DIY
- Nähen
- Malen
- Karten
- Natur
Was ich gelöscht habe
Ich habe mit den ältesten Fotos begonnen und jedes davon angeschaut. Folgende Fotos habe ich gelöscht:
- verwackelte Fotos
- Serien fast identischer Fotos
- Bereits im Blog veröffentlichte Fotos und Videos
(diese speichere ich in einem Ordner auf dem Mac ab) - ungebrauchte Screenshots
ganz viele Sonnenuntergänge, Essen, Blumen und Landschaften
(meine Liebe dazu ist so gross, dass es oftmals eskaliert ist)
Hier ein paar Beispiele:
Familienfotos: Alle Fotos, wo jemand wegschaut, die Augen geschlossen hat werden gelöscht – ausser es ist das einzige Foto von diesem Anlass, dann bleibt es als Erinnerung in der Mediathek.
Sonnenuntergänge: wenn ich vier fast identische Sonnenuntergänge habe, bleibt einer in der Mediathek, alle anderen werden gelöscht.
Du verstehst mich, oder?
Notiz an meine Familie: Auch wenn ich viele Sonnenuntergänge gelöscht habe, werde ich immer wieder welche fotografieren und mich jedesmal unendlich freuen, dass es so ein wunderbar einzigartiger Sonnenuntergang war.
Was ich behalten habe
Während dem Aufräumen habe ich gemerkt, dass es nicht immer einfach ist zu entscheiden, welche Fotos bleiben dürfen, da Fotos mit Emotionen verbunden sind. Die Aktion braucht Zeit und es tut gut, zwischendurch immer wieder eine Pause zu machen. Ich habe oftmals nur 30 Minuten daran gearbeitet und dann wieder etwas anderes gemacht. So konnte ich immer wieder mit „frischen“ Augen die Fotos betrachten.
Folgende Fotos habe ich behalten:
- Menschen
- Gemeinsame Momente
- Lieblingsorte
- Fotos mit Geschichte
- Fotos von DIY-Projekten, welche noch nicht auf dem Blog gespeichert sind
- Fotos, die ich gerne als Karte verschicke (digital und analog)
Alles andere durfte meine Mediathek verlassen.
Zahlen und Fakten
Eigentlich bin ich nicht der Zahlenmensch. Die Zahlen finde ich jedoch so beeindruckend, dass ich sie mit dir teilen möchte:
Mediathek beim Start Aufräumen 32’231 Fotos, 357 Videos
Mediathek nach dem Sortieren 18’734 Fotos, 153 Videos
Gelöscht: 13’497 Fotos, 204 Videos
Ich habe viel digitalen Ballast entfernt und freue mich umso mehr an den Erinnerungen, die geblieben sind.
So bleibt meine Mediathek übersichtlich
- Weniger knipsen – bewusster fotografieren.
Ich werde mich öfter an früher erinnern, als man eine Filmrolle mit nur 24 Fotos hatte – und dann eine Woche warten musste zu sehen, ob die Fotos überhaupt etwas geworden sind :-). - Nach einem Ereignis rasch aussortieren.
So vermeide ich grosse Löschaktionen - Nur die schönsten Fotos behalten.
- Kein Druck – sortieren, wenn Zeit und Musse ist.
Ich bin gespannt, wie es bei dir aussieht? Hast du deine Mediathek schon einmal aufgeräumt oder schiebst du es ebenfalls vor dich hin? Wie hältst du Ordnung in deiner Fotosammlung? Ich bin gespannt, deine Erfahrungen und Tipps zu lesen.
Und jetzt freue ich mich auf den nächsten Sonnenuntergang :-). Herzliche Grüsse Irene